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Ausbildungsmarketing: Eltern gezielt einbinden, Azubis gewinnen

Inhalt

  1. Azubis gewinnen durch Eltern
  2. Warum Eltern im Ausbildungsmarketing eine wichtige Rolle spielen?
  3. Eltern unterschätzter Faktor im Azubi Marketing
  4. 7 konkrete Möglichkeiten Eltern in die Berufswahl einzubinden
  5. Tipps zur Zusammenarbeit mit Schulen und Kammern
  6. Wer Eltern gewinnt, gewinnt Azubis leichter

Azubis gewinnen durch Elternmarketing?

Ich erinnere mich noch gut an ein HR-Barcamp 2018, bei dem wir leidenschaftlich über die Frage diskutierten, ob Unternehmen wirklich wieder Elternabende einführen sollten – wie früher. Viele Personalverantwortliche winkten ab: „Das ist doch total oldschool. Die Jugendlichen entscheiden doch selbst!“

Doch diese Annahme hat sich mittlerweile als überholt herausgestellt. Ein paar Jahre, viele Studien und Praxisbeispiele später, ist es eindeutig: Eltern sind heute nach wie vor ein entscheidender Faktor bei der Berufswahl. Die Ausbildungsperspektiven der Bertelsmann Stiftung 2024 bestätigen 75% der Jugendlichen werden durch ihre Eltern unterstützt. Sie beraten, begleiten und entscheiden mit. Wer Eltern im Ausbildungsmarketing gänzlich ignoriert, verschenkt wertvolles Potenzial.

Warum Eltern im Ausbildungs-marketing eine wichtige Rolle spielen?

In der Berufswahl ihrer Kinder spielen Eltern eine zentrale Rolle – und das geht weit über die Frage nach dem Wunschberuf hinaus. Sie sind die ersten, die ihre Kinder in ihrer Selbstwahrnehmung stärken und ihnen Werte vermitteln, die ihre Entscheidungen beeinflussen.

 

Eltern als wichtigste Ratgeber in der Berufswahl

Bei der Wahl des Ausbildungsbetriebes verlassen sich viele Jugendliche stark auf den Rat ihrer Eltern – häufig stärker als auf Lehrer oder Berufsberater. Ob ein Beruf „zukunftssicher“ ist, ein Unternehmen vertrauenswürdig erscheint oder wie weit der Arbeitsweg ist all das sind Fragen, bei denen junge Menschen oft Rücksprache mit Mama und Papa halten.

 

Der Einfluss von Sicherheit, Vertrauen und Fürsorge, um Azubis zu gewinnen

Eltern spielen eine entscheidende Rolle bei der Berufswahl ihrer Kinder, da sie über die Jahre hinweg das Selbstvertrauen und die Werte vermitteln, auf denen junge Menschen ihre Entscheidungen stützen. Besonders in der Erziehungsphase werden grundlegende Überzeugungen über Sicherheit, Erfolg und Zukunftsperspektiven geprägt, die später maßgeblich beeinflussen, welchen Ausbildungsweg ein Jugendlicher einschlägt.

Eltern wollen vor allem eines: dass ihre Kinder gut aufgehoben sind. Sie achten auf Stabilität, Entwicklungsmöglichkeiten und ein gutes Miteinander im Ausbildungsbetrieb. Unternehmen, die Eltern gezielt ansprechen und transparent informieren, senden ein starkes Signal: Hier wird Qualität in der Ausbildung ernst genommen. Eltern sehen diese gezielte Ansprache als eine Art Qualitätszertifikat, das Vertrauen schafft und das Unternehmen als verantwortungsvollen und verlässlichen Ausbildungsbetrieb ausweist.

 

So vermeidet ihr typische Fehler im Elternmarketing

Unklare Informationen, fehlende Ansprechpartner oder ein unpersönlicher Umgang wirken abschreckend. Unternehmen, die offen kommunizieren, authentische Einblicke gewähren und proaktiv auf Fragen eingehen, punkten. Wer es dagegen versäumt, Eltern und ihre Fragen mitzudenken, riskiert, am Esstisch gegen Mitbewerber zu verlieren.

Eltern:

Ein oft unterschätzter Faktor im Ausbildungs-marketing

Was Elternmarketing in der Azubigewinnung bedeutet?

Elternmarketing bedeutet, gezielt Maßnahmen zu ergreifen, um Eltern von Ausbildungsplatzsuchenden zu informieren, zu überzeugen und aktiv einzubinden. Es ist kein klassisches Marketing, sondern vielmehr Beziehungsarbeit – transparent, empathisch und auf Augenhöhe.

In Vorbereitung auf diesen Blogartikel habe ich in meiner LinkedIn Bubble gefragt: „Spielt Elternmarketing in eurem Recruiting eine Rolle?“ 71 % stimmten ab mit „Ja, absolut“ und 21 % sind der Meinung „Wir könnten mehr tun!“. Hier gehts es zum LinkedIn Beitrag.

 

Ausbildungsmarketing für Eltern eure Vorteile

  • Vertrauen aufbauen: Ihr zeigt, dass euch nicht nur die Azubis wichtig sind, sondern auch ihr Umfeld.
  • Empfehlungsmarketing stärken: Überzeugte Eltern sprechen positiv über euer Unternehmen – oft auch in ihrem eigenen Netzwerk.
  • Bewerbungshürden senken: Wenn Eltern ein gutes Gefühl haben, unterstützen sie den Bewerbungsprozess aktiv.
  • „Qualitätszertifikat“ durch Eltern im Ausbildungsmarketing: Die gezielte Ansprache und Einbindung von Eltern wirkt wie ein Qualitätssiegel. Es signalisiert, dass euer Unternehmen verantwortungsvoll ausbildet und Wert auf eine gute Betreuung legt – ein wichtiger Pluspunkt im Wettbewerb um passende Azubis.

 

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7 konkrete Möglichkeiten, um Eltern erfolgreich in die Berufswahl einzubinden

1.

Elternabende, Infoveranstaltungen und Elternmessen 

In Zusammenarbeit mit Schulen oder direkt im Unternehmen könnt ihr Informationsabende für Eltern anbieten.

Eine weitere Möglichkeit fürs Ausbildungsmarketing, als Aussteller auf eine parentum Berufswahlmesse zu gehen. Dies sind Messen, die sich in ihrem Angebot speziell an Eltern und Jugendlichen im Berufswahlprozess richten. Hier findet ihr Infos zu parentum und Messetermin in eurer Nähe.

Inhalte:

Einblick in den Ausbildungsbetrieb, Vorstellung der Ausbilder:innen, Austausch mit aktuellen Azubis. Persönliche Begegnungen schaffen Vertrauen – und signalisieren Professionalität, Offenheit und Qualität.

2.

Eigener Bereich „Informationen für Eltern“ auf der Karriereseite

Viele Eltern informieren sich online – aber klassische Karriereseiten richten sich meist nur an Bewerbende.

Ein eigener FAQ-Bereich für Eltern (z. B. „Was Eltern wissen wollen“) kann Fragen beantworten und Bedenken abbauen. Damit zeigt ihr, dass euer Betrieb transparent ist und Qualität großgeschrieben wird.

3.

Elternflyer einsetzen – bei Praktika, Messen oder Schulkooperationen

Ein kompakter Flyer der sich spezielle an die Zielgruppe Eltern richtet, kann beim ersten Kontakt helfen:

  • Wer seid ihr?
  • Was bietet ihr an?
  • Warum ist eine Ausbildung bei euch eine gute Entscheidung?
  • Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?

 

Das signalisiert Professionalität und unterstützt den Eindruck, dass dein Unternehmen ein verlässlicher Ausbildungsbetrieb ist, und ihr bleibt bei Eltern in Erinnerung.

4.

Social-Media-Posts gezielt für Eltern (z. B. Facebook, LinkedIn)

Viele Eltern sind aktiv in sozialen Netzwerken. Vor allem auf Facebook und Instagram. Warum also nicht Social Media in der Azubigewinnung auch nutzen um gezielt Inhalte für Eltern posten? Beispiele: Erfolgsgeschichten ehemaliger Azubis (Werdegänge), Tipps zur Begleitung der Berufswahl oder Einblicke in den Azubi-Alltag – aus Sicht der Eltern. So positioniert ihr euer Unternehmen als moderne und qualitätsbewusste Ausbildungsstätte.

5.

Online-Sprechstunden oder Q&A Session für Eltern

Sie stellt eine niedrigschwellige Möglichkeit für offene Fragen dar: Online-Formate wie Zoom-Sessions oder Live-Q&As auf Social Media für Eltern. Besonders hilfreich zu Beginn der neuen Recruiting Saison im Spätsommer oder kurz nach Ausbildungsmessen.

6.

Testimonials von Azubi-Eltern auf Website oder Social Media

Echte Stimmen überzeugen: Lasst Eltern erzählen, warum sie sich mit dem Ausbildungsplatz ihres Kindes bei euch wohlfühlen oder was ihnen wichtig wahr bei der Berufswahl ihrer Kinder. Kurze Zitate, Videointerviews oder ein Blogartikel – das schafft Authentizität.

7.

Ratgeber oder Eltern-Guide zum Download

Ein kompakter PDF-Ratgeber z. B. mit dem Titel „So begleiten Sie Ihr Kind durch die Berufswahl“ kann Vertrauen schaffen und Mehrwert liefern. Dabei zeigst du dich als engagierter Partner – nicht nur als Arbeitgeber, sondern als qualitätsbewusster Ausbildungsbetrieb.

Tipps zur Zusammenarbeit mit Schulen & Kammern,

um Eltern ins Ausbildungsmarketing zu integrieren

 

  1. Schulkooperationen aktiv gestalten
  • Bittet Lehrer, bei Berufsinformationstagen Elternflyer auszulegen
  • Bietet an, bei Elternabenden kurz zu sprechen oder Infomaterial bereitzustellen
  • Organisiert Betriebsbesichtigungen für Schüler:innen mit optionalem Elternteil
  1. Kammern und Netzwerke nutzen
  • Nehmt Kontakt zu eurer IHK oder HWK auf – viele bieten Infoveranstaltungen oder Messen an, bei denen auch Eltern anwesend sind
  • Kooperiert mit Berufsberater:innen in eurer Region
  1. Sichtbarkeit über lokale Medien oder Elternvereine
  • Erstellt einen kurzen Artikel oder Gastbeitrag in regionalen Eltern-Newslettern oder Magazinen

Wer Eltern gewinnt, gewinnt Azubis leichter

Eltern sind keine Zielgruppe im klassischen Sinne – aber sie sind ein unverzichtbarer Hebel im Ausbildungsmarketing. Wer sie ernst nimmt, gewinnt Vertrauen, senkt Barrieren und stärkt die eigene Ausbildungsmarke.

Die gezielte Einbindung der Eltern wirkt dabei wie eine Qualitätszertifizierung, die euer Unternehmen als verantwortungsvollen, transparenten und attraktiven Ausbildungsbetrieb ausweist.

Um Azubis erfolgreich zu gewinnen, solltet ihr nicht nur die Jugendlichen, sondern auch ihre wichtigsten Influencer abholen: die Eltern. Sie haben vielfältige eigne Fragen, aber vielleicht auch zu wenig Ahnung von Ausbildung und suchen gute Informationen um ihre Kinder zu unterstützen. Mit einer gezielten Elternansprache schafft ihr Vertrauen und erhöht eure Chancen auf passende Bewerbungen.

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